Wie man sich auf ein Zahnbleaching zu Hause vorbereitet

Wie man sich auf ein Zahnbleaching zu Hause vorbereitet

Oft kommt die Frage auf, ob man sich auf ein Zahnbleaching zu Hause mit frei verkäuflichen Bleachingprodukten in irgendeiner Form vorbereiten muss. Diese Frage sollte man sich in jedem Fall stellen und nicht einfach mit irgendeiner Methode in Eigenregie beginnen.

Denn obwohl es unzählige frei verkäufliche Bleachingprodukte auf dem Markt gibt, ist das Zähnebleichen (Bleaching) im Grunde eine zahnärztliche Leistung, wie es in der Stellungnahme der Bundeszahnärztekammer im Juli 2014 festgehalten ist. Dort heißt es,

„…dass mit der Behandlung von Zahnverfärbungen in die körperliche Substanz des Menschen eingegriffen wird. Die Zahnaufhellung besteht in einem invasiven Verfahren, welches in die Zahnhartsubstanz in seinem Wirkungsprinzip eingreift bzw. einwirkt.“

Vor jedem Zahnbleaching, welches man mit frei verkäuflichen Produkten zu Hause durchführt, sollte daher ein Zahnarzt konsultiert werden.

Bei diesem bekommt man eine professionelle Einschätzung darüber, wie es um die eigene Zahngesundheit steht und ob ein Zahnbleaching zu Hause für einen selbst überhaupt in Frage kommt.

Ebenso klärt einen dieser darüber auf, wie die Erfolgschancen auf das gewünschte Ergebnis aussehen und welche Dinge noch beachtet werden müssen.

Vorbereitung auf ein Zahnbleaching zu Hause
Der Check der eigenen Zahngesundheit und der professionelle Rat eines Zahnarztes sind auch bei einem Zahnbleaching zu Hause sehr wichtig

Was ist die Grundvoraussetzung für ein Zahnbleaching zu Hause?

Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zahnaufhellung zu Hause, sei es durch ein Bleaching Set, Bleaching Strips, Bleaching Stifte oder andere Produkte sind vollständig saubere und vor allem gesunde Zähne, sowie gesundes Zahnfleisch.

„Ihre volle Effektivität entwickeln Bleachingprodukte nur auf vollständig gereinigten Zähnen.“

Sowohl Beläge, als auch andere Verschmutzungen und auch Zahnstein sollten vor einem Zahnbleaching vollständig entfernt werden, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Wendet man die Bleachingprodukte auf Verunreinigungen an, können Sie nicht ihre volle Wirkung entfalten, wodurch das Ergebnis negativ beeinflusst wird. Ebenso kann dies auch zu unterschiedlich hellen Zähnen oder Flecken auf den Zähnen führen.

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Sollte man eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen?

Für die komplette Entfernung aller Beläge, Verschmutzungen und Zahnstein bietet es sich an, im Vorfeld eines selbst durchgeführten Zahnbleachings eine professionelle Zahnreinigung (Abkürzung: PZR) durchführen zu lassen.

„Durch eine professionelle Zahnreinigung werden die Zähne schon ein wenig heller, da Verunreinigungen und Ablagerungen entfernt werden.“

Auch wenn eine professionelle Zahnreinigung in der Regel zwischen 80 und 120 Euro kostet, lohnt sich diese Maßnahme und hat entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis der Zahnaufhellung.

Damit nach der professionellen Zahnreinigung nicht zu viel Zeit vergeht, in der sich neue Beläge festsetzen können und Zahnstein entstehen kann, sollte mit dem Zahnbleaching zeitnah begonnen werden.

Gleichzeitig sollte auf verfärbende Nahrungs- und Genussmittel wie Wein, Cola oder Zigaretten verzichtet werden, die schnell für neue Verfärbungen sorgen könnten.

Wann sollte man auf ein Zahnbleaching zu Hause verzichten?

Bei dem Zahnarztbesuch sollte dieser auch nach seiner Einschätzung zu Ihrer Zahngesundheit befragt werden. Da ausschließlich gesunde Zähne für ein Zahnbleaching in Frage kommen, ist es empfehlenswert, professionellen Rat einzuholen.

Vorbereitung auf ein Zahnbleaching zu Hause
Unter bestimmten Bedingungen ist von einem Zahnbleaching in Eigenregie abzuraten.

Bei Karies, dünnem oder beschädigtem Zahnschmelz (z.B. kleinen Rissen), freiliegenden Zahnhälsen, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Zahnfleischbluten oder anderen Beschädigungen oder Krankheiten an den Zähnen und am Zahnfleisch sollte man von einem Zahnbleaching zu Hause Abstand nehmen.

Ebenfalls kann hier geklärt werden, ob es sich bei den Verfärbungen um äußere (extrinsisch) oder innere (intrinsisch) Verfärbungen handelt.

Bei äußeren Verfärbungen, die durch bestimmte Lebens- und Genussmittel wie Kaffee, Tee, Wein, Gewürze oder Nikotin entstehen können, kann eine professionelle Zahnreinigung bereits ausreichen um die Zähne ein wenig aufzuhellen.

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt über Risiken und Nebenwirkungen beraten

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die kosmetische Zahnaufhellung so oder so gesetzlich verboten. Schwangere und Stillende sollten als Vorsichtsmaßnahme auf ein Zahnbleaching verzichten.

Lassen Sie sich über mögliche Risiken und Nebenwirkungen verschiedener Zahnaufhellungsprodukte aufklären.

„Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welches Ergebnis der Aufhellung bei Ihrer Ausgangszahnfarbe realistisch ist.“

Sei es aufgrund der Inhaltsstoffe, eventuellen Allergien und Unverträglichkeiten, welche meist in Verbindung mit Aromastoffen stehen oder der Gefahr einer Zahnfleischentzündung, wenn man ohnehin schon leicht dazu neigt.

Zu guter Letzt kann einem der Zahnarzt auch eine realistische Einschätzung darüber geben, ob man überhaupt dafür in Frage kommt, sich zu Hause die Zähne aufzuhellen und ob sich das gewünschte Ergebnis mit frei verkäuflichen Bleachingprodukten überhaupt erzielen lässt.

Bei sehr stark verfärbten Zähnen, bei Zähnen, die genetisch bedingt bereits sehr dunkel sind sowie bei ungesunden oder marktoten Zähnen sollte man frei verkäufliche Bleachingprodukte gar nicht verwenden.

Vorbereitung auf ein Zahnbleaching zu Hause
Ohne professionellen Rat durch einen Zahnarzt sollte man auf ein Zahnbleaching in Eigenregie verzichten.

In diesen Fällen ist mit verschiedenen Methoden dennoch eine Aufhellung möglich, aber diese muss dann direkt beim Zahnarzt im Zuge des In-Office Bleachings oder mit Hilfe des Zahnarztes, zunächst in der Praxis und im Anschluss daran zu Hause mit dem Home-Bleaching durchgeführt werden.

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Ohne diese Einschätzung kann es daher durchaus passieren, dass man sich in die Reihe von enttäuschten Anwendern wiederfindet, die negative Erfahrungen mit Homebleaching Produkten gemacht haben und sich meist über empfindliche Zähne, entzündetes Zahnfleisch oder eine ausbleibende Aufhellung beschweren.

Wieso es aber oft dazu kommt und wie man das verhindern kann, erfahren Sie hier.

5 Punkte, die vor einem Zahnbleaching zu Hause beachtet werden sollten

Die folgenden Punkte sollten unbedingt beachtet werden, bevor man sich selbst daran wagt, seine Zähne mit freiverkäuflichen Bleachingprodukten aufzuhellen.

  • Zahnbleaching zu Hause mit frei verkäuflichen Produkten ausschließlich bei gesunden Zähnen und Zahnfleisch durchführen.
  • Als Vorbereitung auf das Bleaching eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.
  • Den professionelle Rat eines Zahnarztes einholen, welches Ergebnis realistisch ist und ob man für ein Zahnbleaching zu Hause mit frei verkäuflichen Produkten in Frage kommt.
  • Sich vom Zahnarzt über eventuelle Risiken und Nebenwirkungen aufklären lassen.
  • Inhaltsstoffe des Bleachingprodukts in Bezug auf Allergien und Unverträglichkeiten überpüfen.

Häufig gestellte Fragen zum Zahnbleaching zu Hause

Vor jeder Zahnaufhellung, die man mit frei verkäuflichen Produkten zu Hause durchführt, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, um diesen nach seiner professionellen Einschätzung zu befragen. Ebenso sollte dabei eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden.
Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) kostet laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) bei den meisten Zahnarztpraxen zwischen 80 und 120 Euro, die nicht von der Krankenkasse getragen werden.
Prinzipiell wäre das mit frei verkäuflichen Produkten durchaus möglich, aber es kann in manchen Fällen zu Folgeschäden oder ausbleibenden Ergebnissen führen.
Das hängt von vielen Faktoren ab und kann im Vorfeld nicht genau gesagt werden. Eine realistische Einschätzung kann Ihnen auch in diesem Fall Ihr Zahnarzt geben.
Abhängig von der Methode, die Sie anwenden möchten, liegen die Preise für freiverkäufliche Zahnbleaching-Produkte zwischen ca. 5 Euro (Bleaching-Zahncremes) und ca. 200 Euro (Bleaching-Sets).
Es ist durchaus möglich, dass die Zähne Schaden nehmen. Das hängt zum einen vom Zustand der Zähne und dem Zahnfleisch ab, aber auch von einer unsachgemäßen Anwendung des Bleaching-Produkts.
Durch eine unsachgemäße Anwendung von Bleaching-Produkten kann der Zahnschmelz angegriffen und beschädigt werden. Das führt u.a zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Hitze und Kälte. Ebenfalls kann es zu Zahnfleisch-Reizungen und Entzündungen kommen, was sehr schmerzhaft sein kann.

Freiverkäufliche Zahnbleaching-Produkte, die oft auf der Basis von Wasserstoffperoxid beruhen (einem Mittel, das auch zum Bleichen von Haaren verwendet wird), dürfen EU-weit höchstens einen Anteil von 0,1% Wasserstoffperoxid enthalten.

Dieser Wert wird vom Wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit, der 2008 durch die Europäische Kommission eingerichtet wurde, als unbedenklich eingestuft. (siehe hier auf Seite 71 (engl.)). Der Anteil von Wasserstoffperoxid, der beim professionellen Zahnbleaching durch einen Zahnarzt eingesetzt wird, ist wesentlich höher.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zur Zahn- und Zahnfleischgesundheit zu stellen oder Zahnbleaching-Behandlungen zu beginnen.